TarmstedterHeimatfreunde e.V.

Auf Gauß' Spuren durch Zeven

20 Mitglieder inklusive zweier Sympathisanten der Tarmstedter Heimatfreunde waren am Morgen des 05. Mai auf den Spuren von Carl Friedrich Gauß in Zeven unterwegs. Um 8.30 Uhr traf man sich auf dem Busbahnhof vor dem Rathaus und wurde von dem Zevener Gästeführer Georg Breitenbach empfangen. 

Nachdem der 1. Vorsitzende die Heimatfreunde und Herrn Breitenbach begrüßt hatte, folgte die Gruppe dem Gästeführer, der die Kleidung, die zur Lebzeit von Gauß (30.04. 1777 - 23.02.1855) üblich war, trug, durch den Stadtpark in Richtung des ehemaligen Klosters. 

Dabei nahm die Mitteilung über die Geschichte dieser Anlage einen breiten Raum ein. Die Reste der Gebäude befinden sich in einem guten restaurierten Zustand. Aber leider ist nur noch ein kleiner Teil davon vorhanden. Imposant ist die aus Felssteinen erbaute Kirche, die seinerzeit neben dem Hauptgebäude als Wehrturm erbaut wurde. 

Hervorgegangen ist das seinerzeitige Zevener Nonnen-Kloster aus dem schon damals vorhandenen Kloster in Heeslingen.

Interessant war für viele Heimatfreunde die Aussage des Gästeführers, dass das Kloster gerne Mädchen aus gutem Hause aufnahm, weil diese eine Mitgift mitbrachten, die in das Eigentum des Klosters überging. Dafür erhielten sie allerdings eine gute Ausbildung.

Im Durchschnitt waren in dem Kloster 50 Nonnen. 

Zu der Zeit war Zeven auch Wallfahrtsort. Noch heute führt ein Pilgerweg direkt am Kloster vorbei.

Nach dem Besuch des Klostergeländes führte der Gästeführer die Besucher weiter durch die Stadt. Es ging an einer Apotheke vorbei, die seit dem 18. Jahrhundert als solche geführt wird. Dann kam man über das Christinenhaus zu den Erinnerungsstätten des für kurze Zeit in Zeven wohnhaft gewesenen Carl Friedrich Gauß.
     
An den verschiedensten Stellen stieß man auf die Spuren dieses genialen Mathematikers, Astronomen und Physikers. So kam die Gruppe am Anfang der Fußgängerzone vor der Kreissparkasse zu einer Nachbildung seines Messgerätes. Und vor dem Geschäftshaus auf der gegenüber liegenden Straßenseite konnte man die in einen Steinklotz eingearbeiteten von Gauß errechneten Messdaten bewundern.
     
Von da ging es zur Alten Posthalterei, die jetzt das Haus des Handwerks ist. Dieses Haus beinhaltet in einem Zimmer ein kleines Museum mit allem Wissenswerten über den Mathematiker, Astronomen und Physiker Carl Friedrich Gauß. Dort konnte man nachlesen, dass er schon mit 22 Jahren seinen Doktor machte und bereits mit 30 Jahren Professor wurde. Zu seinem 100. Todestag 1955 ehrte man ihn mit einer Sonder-Briefmarke und 1991/92 mit einer Abbildung seines Messgerätes auf einem 10 Markschein.

Nachdem die Gruppe soviel geistige Nahrung durch die Informationen über Zeven und insbesondere über Carl Friedrich Gauß zu sich genommen hatte, waren wohl alle Teilnehmer froh, jetzt auch etwas für das leibliche Wohl zu bekommen. Und dafür war im Ratscafe Am Markt ein Frühstück bestellt worden. Damit klang dieser informative und schöne Vormittag zu aller Zufriedenheit aus. 


Hans H. Klee 


         
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